Im Stadtteil Hamme, in der sogenannten Speckschweiz, befindet sich Bochums vielleicht kleinstes Museum, das locker im Foyer eines Theaters Platz findet.

Seit 1. Oktober 2016 ist die Museumslandschaft der Stadt Bochum um ein Kleinod reicher. In der sogenannten Speckschweiz im Stadtteil Hamme schmückt ein antiker, prachtvoller Kurzwarenschrank das Foyer des Theaters der Gezeiten in der Schmechtingstraße 38.

Darin integriert ist eine Einheit von 48 Schubladen, die, auf Initiative des Schauspielers und Kurators Gianpiero Piria, von 48 Bochumer Künstlern zu Kunstwerken umgestaltet wurden und seit der Eröffnung schon mehrere Dutzend Besucher in Staunen versetzt hat.

Denn entstanden ist ein überraschender und vielfältiger Querschnitt der hiesigen Kunstszene. Unterschiedliche künstlerische Genres, wie Malerei, Skulptur, Installation, aber auch Architektur, Literatur und Musik versammeln die TINYrooms in ihren winzigen Räumen und gestatten den Besucherinnen und Besuchern eine unmittelbare und mitunter sehr spielerische Sicht auf Kunst. Denn erst das Öffnen der Schubladen offenbart den höchst individuellen Inhalt hinter der vordergründigen Uniformität.

Das Foyer selbst war früher ein Kurzwarenladen, nur der Schrank sowie einige Utensilien, wie Nadeln, Garn und Knöpfe, sind übrig gebieben. Neben seiner Funktion als Ausstellungsraum ist das Foyer auch Treffpunkt der in der Nachbarschaft ansässigen Künstler.
 

ÖPNV: U35, Haltestelle Feldsieper Straße

TINYrooms
Schmechtingstraße 38
Bochum

 

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Do. 20. Juni 16:00 – 18:00