Kappes, Köppe und Kalinen

Kunst, Kultur und Kulinarisches

Die Tore der sommerlichen Arbeitergärten öffnen sich den Besuchern an diesem Juniwochenende.

Kartoffeln, Rüben und Kohl („Kappes“) stehen hier in Reihen. Keramikskulpturen auf Steinsockeln der Bochumer bildenden Künstlerin Barbara Neumann folgen den Pflanzenreihen und vermitteln dem Besucher einen Eindruck von Wachstum.

In Beeten und auf Wegen stehen Metalltische mit Skulpturen der Künstlerin. Sie präsentiert hier Köpfe („Köppe“) aus Leichtbeton, die die Betrachter anschauen und sie zu den zahlreichen Bewohnern der Siedlungshäuser führen, zu den Männern und Frauen mit unterschiedlichen Nationalitäten, die hier lebten und arbeiteten.

Die Männer arbeiteten „auf Hannover“,der benachbarten Zeche,während ihre Frauen und Bräute („Kalinen“) die Gärten bewirtschafteten, um ihren Familien ein Auskommen zu ermöglichen.

In schwarzer Schrift, eher Schriftfetzen, interpretiert Barbara Neumann die lückenhafte Erinnerung. Der Betrachter selbst mag sie in seinen Gedanken auffüllen, so die Intention der Künstlerin.

Unter dem Dach eines ehemaligen Stallgebäudes dampft indes der Topf mit „Kappes“.

So vereinigen sich die bildende Kunst mit Koch- und Braukunst zu einem Eintopf der besonderen Art: dem Kunstmix3000!


 

Foto: Barbara Neumann Foto: Barbara Neumann