Flüsterer

Papierobjekte

Opfer und Beschwörung sind die Themen der Ausstellung.

Die gezeigten Papierobjekte - darunter Klangkörper, die in der Tanzperformance „Laikan“ vorkommen – bringen Ideen und Emotionen zum Ausdruck sowie die Sinnlichkeit, die mit rituellen Handlungen und der Herstellung von Kultgegenständen einhergehen.

 

Seit jeher beeinflusst das Wetter unser Leben und unsere Kultur. Mittlerweile haben wir Menschen durch unser Verhalten auf der Erde einen Klimawandel und damit neue unbekannte Wetterextreme hervorgerufen. Bis heute können wir das Wetter aber nicht kontrollieren und sind nach wie vor weltweit den Auswirkungen des Wetters ausgesetzt.

In der Frühgeschichte haben die Menschen mit Opfergaben und Beschwörungsritualen gehofft, die Götter zu besänftigen und dadurch Unwetter und Naturkatastrophen abzuwenden.

Durch den technischen Fortschritt hat das Anbeten höherer Mächte an Bedeutung verloren.  Aber die existentielle Angst vor ungebändigten Elementarkräften bleibt. Auch heute bedienen wir uns einiger Rituale und Symbole bei der ideellen Bewältigung unserer Existenz.

Die Ausstellung „Flüsterer“ zeigt Kunstwerke, die die Ideen und Emotionen sowie die Sinnlichkeit, die mit rituellen Handlungen und der Herstellung von Kultgegenständen einhergehen, zum Ausdruck bringen. Die Objekte haben assoziativen Charakter: Sie ähneln vielleicht Kultgegenständen, andere erinnern vorwiegend an organische Formen, manche sind hohl, andere sind wie Gefäße oder Hüllen. Zusätzlich zu gegenständlichen Opfergaben haben die Menschen oft gesungen oder musiziert. In einigen Objekten ist eine perkussive Komponente eingebaut, die interaktiv zum Klingen gebracht werden kann. So ist z.B. ein Objekt entstanden, das in der Wirkung Ähnlichkeit mit dem Regenmacher hat, ein Perkussion-Instrument, mit dem Musik gemacht wird.

Die Ausstellung steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Tanzperformance „Laikan“. Die Kunstwerke sind Modelle derjenigen Objekte, die in den Tanz integriert werden.

 

 

 

Foto: Katherine Tinteren-Klitzke Foto: Katherine Tinteren-Klitzke