Laikan

Ritus-Rhythmus-Form-Tanz

Seit jeher beeinflusst das Wetter unser Leben und unsere Kultur. Mittlerweile haben wir Menschen durch unser Verhalten auf der Erde einen Klimawandel und damit neue unbekannte Wetterextreme hervorgerufen. Bis heute können wir das Wetter aber nicht kontrollieren und sind nach wie vor weltweit den Auswirkungen des Wetters ausgesetzt.

In der Frühgeschichte haben die Menschen mit Opfergaben und Beschwörungsrituale gehofft, die Götter zu besänftigen, die nun, freundlicher gesinnt, günstiges Wetter und das Abwenden von Naturkatastrophen bewirken würden.Durch den Monotheismus und den technischen Fortschritt hat das Anbeten höherer Mächte an Bedeutung verloren.  Aber die existentielle Angst vor Elementarkräften bleibt. In vielen Bereichen bedienen wir uns noch heute Rituale und Symbole bei der ideellen Bewältigung unserer Existenz.

„Laikan“ ist ein interdisziplinäres Projekt - Tanz und Kunstobjekte ergänzen einander thematisch und dynamisch. In drei Tanzsequenzen ‚Dem Donner begegnen‘, ‚Spiel mit der Sonne‘ und ‚Opfergabe‘ werden die Kunstobjekte konkret als Gegenstände mit in den Tanz hineingenommen. Durch den Tanz werden die perkussiven Kunstobjekte in Bewegung gebracht und damit zum Klingen.

Die Tanzperformance wurde eigens für die BoBiennale konzipiert und entwickelt. Die Projektpartnerinnen sind: Bildende Künstlerin Katherine Tinteren-Klitzke, Bochum, Gabriela Jüttner, Leiterin und Tanzende des Zentrums für Tanz und Bewegung, Bochum, und Michaela Koenen-Welles,Tanzende und Tanzpädagogin der Jugendkunstschule, Herne. Die Performance wird von zwei Tanzgruppen ausgeführt. Die Tanztheatergruppe aus Bochum besteht aus etwa 19 engagierten Laientänzerinnen aus mehreren Generationen. Aus Herne kommt einer Gruppe jugendlicher Tanzenden.

Eine interaktive Ausstellung weiterer Kunstobjekte soll nach Möglichkeit am Tanz-Ort von Besuchern besichtigt, berührt, bewegt und zum Klingen gebracht werden können. Die Ausstellung ist vom Sonntag den 16.6. bis Ende der Bobiennale am 23.6. zu sehen.

 

Eintritt auf Spendenbasis