Alleine macht Teilen mehr Spaß

Ein Solostück für einen Schauspieler/in – in diesem Fall Helge Salnikau – nicht schlecht,
oder?

Die Situation:

Ein Teppich; ein Stück Zuhause, aber auch Design, Kunst und nicht zuletzt eine weiche einsame Insel.

Auf dieser Insel der Spieler: Helge - nackte Füße auf warmem weichen Stoff, weit weg von kaltem Untergrund,
aber ER ALLEINE!

Abgegrenzt oder ausgegrenzt?
Passiv oder aktiv isoliert.
Als Wohlstandsbürger in der Minderheit und in der Mehrheit die Minderheiten.

 

Das Stück:

Ein kontinuierlicher Redefluss eines Einzelnen unter vielen. Wörter, Sätze, gar Gedankengänge wie Teppiche geknüpft. Der Blick aus der Mitte der Gesellschaft, die sich längst am Rade wähnt, aus dem warmen Zuhause in die Welt.
Denn egal wo man hinblickt ist Welt, selbst bei geschlossenen Augen.

Mit Herzblut verteidigt der Spieler, Helge, seine Insel, seinen Fleck, der Unbefleckte.
Er lässt niemanden auf seinen Teppich, kein Platz, dafür in sein Herz, viel Platz.

Aber warme Füße bekommen die Anderen, das Publikum also, die Außen, davon nicht.
Vielleicht sogar eher kalte Füße, wenn sie sich plötzlich selbst wiederfinden auf ihren eigenen Gedankenteppichen auf denen sie durch den Alltag fliegen.

Und dann immer wieder diese Entspannung zwischendurch, kein Text, nur Musik, Zeit zum Nachdenken oder abschalten – glücklich der, dem zweites gelingt.

 

Bühnenbild: Ein Teppich